KeePassXC - Das hübschere KeePass

KeePassXC ist eine modernere alternative zu Keepass. Wie beim Original handelt es sich um ein OpenSource-Projekt, es ist für Windows, Linux und MacOs verfügbar. KeePassXC ist komplett kompatibel mit dem originalen KeePass. Es ist keine Konvertierung der kdbx-Datei notwendig. Im Gegensatz zum originalen Keepass verfügt KeePassXC über eine modernere Oberfläche und bietet einige Komfortfunktionen. Dazu gehören unter anderem: Autoupdates, lokalisierte Oberfläche (ohne manuelle Downloads von Sprachdateinen) und natürlich Autofill für alle gängigen Browser. Über ein separates Browser-Plugin werden Passwörter automatisch ausgefüllt. Allerdings ist es immer noch Notwendig sich selbst um die Synchronisierung der kdbx-Datein kümmern. Das ist entweder über einen CloudStorage-Anbieter wie Google, Microsoft, Dropbox usw. möglich oder man setzt auf ein eigenes NAS bzw. Next-/ Owncloud.

KeePassXC kann unter keepassxc.org herunterladen werden. Das passende Browserplugin für Chrome findet ihr hier.

Vivaldi, der bessere Opera

Bei Vidvalid handelt es sich um einen Chromium-Bassierter Browser von einem der Ursprünglichen Machern von Opera. Nachdem Opera sich immer weiter von seinen Ursprüngen als Browser für Power-Nutzer weg entwickelt hat, beschloss Jon Stephenson von Tetzchne einen Neuanfang zu wagen und begann mit der Entwicklung von Vivaldi. Vivaldi ist inzwischen für Windows, Linux, MacOs und Android verfügbar. Der Browser ist kostenlos aber nicht OpenSource.

Wie der Ursprüngliche Opera (bis ca. Version 12) bietet Vivaldi eine Vielzahl von Anpassungsmöglichkeiten. Die Oberfläche von Vivaldi basiert auf React.js, die Benutzeroberfläche des Browsers wird also ebenfalls HTML gerendert. Durch die Benutzung von Chromium als Rendering-Engine ist mit keinerlei Inkompatibilität zu rechnen. Das ist ein großer Voreilt gegenüber den alten Opera Versionen die noch eine eigene Engine hatten. Da inzwischen alle Browser mit Ausnahme von Firefox auf der Chromium-Engine basieren (ja, auch Microsoft Edge) sind hier keine Vor- oder Nachteile gegenüber anderen Browsern zu erwarten. Das Alleinstellungsmerkmahl von Vivaldi sind seine vielen Einstellungsmöglichkeiten. Die Oberfläche kann besser angepasst werden als bei anderen Browsern und viele Funktionen die bei anderen Browsern Plugins benötigen sind bereits integriert. So z.B. die Schnellwahl, der Ad-Blocker, Mausgesten (vor, zurück, Seite schließen usw.), Tabvorschau, Lesezeichen Synchronisierung, Passwort Synchronisierung (End-To-End-Verschlüsselung mit separatem Passwort möglich) und vieles mehr. Erweiterungen können über den Chrome-Webstore installiert werden. Eine vollständige Liste der Features sowie den Download findet man unter: https://vivaldi.com

Glances - System-Monitor mit erweiterten Statistiken

Glances ist eine in Python geschriebener Prozess- und Ressourcen-Monitor. In der Grundfunktionalität kann er mit top oder htop verglichen werden. Glances zeigt unter anderem Informationen zu CPU, Speicher, Auslastung, Prozessen, Netzwerk, Festplatten und Temperatur. Er ist neben Linux und FreeBSD auch für Windows verfügbar. Über eine API oder ein Webinterface können die erfassten Daten auch remote eingesehen oder weiterverarbeitet werden. Alle erfassten Werte können auch als CSV-Datei exportiert oder in InfluxDB, Cassandra, OpenTSDB, StatsD, ElasticSeachr, RabbidMQ importiert werden. Natürlich kann Glances auch mit Grafana zusammen arbeiten.

Weitere Informationen zu Glances gibt es hier

Calibre-Web - E-Books online verwalten

Calibre-Web ist ein Fork des klassischen Calibre. Das in Calibre bereits integrierte Web-Interface wurde um zusätzliche Funkionen erweitert und mit einer zeitgemäßeren Oberfläche versehen. Die Verwaltung der E-Books erfolgt bei Calibre-Web ausschließlich im Browser. Wer bereits Calibre zur Verwaltung seiner E-Books verwendet kann die gleiche Datenbank weiterverwenden. Calibre-Web kann einfach mit Docker betrieben werden. Über die Web-Oberfläche kann die E-Book-Sammlung komfortable durchsucht und verwaltet werden. Das Editieren der Metadaten ist wie von Calibre gewohnt möglich. Weitere Informationen zu Calibre-Web gibt es auf der GitHub-Projektseite unter github.com/janeczku/calibre-web.

Heimdall - Webapplication Dashboard / Launcher

Bei Heimdall handelt es sich nicht nur um einen nordischen Gott, sondern auch um ein Webapplication-Dashborad. Mit Heimdall werden Verknüpfungen zu anderen Anwendungen verwaltet. Er kann damit Ideal als Startseite mit wichtigen Links zu anderen Diensten genutzt werden. Das ist besonders Praktisch wenn diese auch mit anderen geteilt werden sollen, was mit normaler Browser-Lesezeichen nicht einfach umgesetzt werden kann. Anwendungen können über eine einfache Maske erstellt werden, dabei sind in Heimdall schon eine Vielzahl (über 200) von Anwendungs-Templates vorhanden wodurch Icons automatisch vorgeschlagen werden. Für einige Webapps werden auch erweiterte Funktionen geboten. Dabei handelte es sich meistens um Statistiken oder Indikatoren die Aufschluss über den Status der Webanwendung geben: Z.b. Anzahl der blockierte Ads bei Pihole oder Anzahl der Filme in Jellyfin. Heimdall bietet eine Benutzerverwaltung wodurch mehrerer unterschiedliche Profile verwaltet werden können. Heimdall ist in PHP geschrieben und kann mit Apache oder Nginx verwenden werden. Alternative stehen Docker Images bereit.

Weitere Informationen sowie eine Liste aller Apps gibt es unter: heimdall.site.

PDFs unter Windows komprimieren - Free PDF Compressor

Mit Free PDF Compressor können zu groß geratene PDF nachträglich komprimieren werden. Ein Vorteil des Programms ist es das die PDF-Datei lokal verkleinern wird und keine Cloud-Dienste eingebunden sind. Bei einem Test konnte PDF Compressor eine 4 MB Datei auf ca. 400 KB verkleinern. Dazu werde die im PDF eingebundenen Bilder herunterskaliert. Bei reinen TEXT-PDFs ist keine komprimierung zu erwarten.

Free PDF Compressor kann für Windows kostenlos unter freepdfcompressor.com heruntergeladen werden.

Browser Erweiterungen für viele Gelegenheiten

Alle hier vorgestellten Chrome-Erweiterungen können kostenlos über den Chrome Web Store heruntergeladen werden, oft sind auch Versionen für andere Chrome basierte Browser oder Firefox vorhanden:

Allgemeine Erweiterungen

  • uBlockOrigin
    OpenSource und ohne Firma im Hintergrund. Es sollte immer auf den Namen des Plugins geachtet werden. Es sind bereits mit Spyware verseuchte Versionen des Plugins unter ähnlichen Namen im Chrome Web Store aufgetaucht.

  • JoplinWebCliper
    Speichert Websites als Notiz in Joplin.

  • Video Downloader Prime
    Ermöglicht das Speichern von Videos von vielen Seiten.

  • CloseTabsByDomain
    Schließt alle geöffneten Tabs einer Domain mit einem klick. Kann Tabs nach Domain sortieren.

Erweiterungen für Web-Entwickler

  • WhatRuns
    Zeigt Informationen über das Tech-Stack der aktuell besuchten Seite an. Erkennt viele JavaScript-Frameworks und analysiert Server-Responses und Header.

  • retire.js
    Zeigt ob veraltete JavaScript-Libraries verwendet werden und ob bekannte Sicherheitslücken existieren.

  • jsonv
    Formatiert JSON-Responses so das diese einfacher zu lesen sind.

  • EditThisCookie
    Einfaches und vor allem komfortables editieren von Cookie-Daten.

  • ReactDeveloperTools
    Tools für das debuggen von React-Anwendungen. Nur für React-Entwickler Interessant.

Von Evernote zu Joplin - Eine Open-Source Notizverwaltung

Nachdem Evernote inzwischen in der kostenlosen Basic Variante immer weitere Beschränkungen eingeführt hat war es an der Zeit sich nach einer Alternative umzusehen. 59,99 € im Jahr die "Premium"-Version sind für eine Notizanwendung zu teuer. Wenn man nicht seine gesamten Notizen nicht manuell (einzeln) in ein neues Tool kopieren will, gestaltet sich der Wechsel allerdings alles andere als einfach. Da es nicht im Interesse von Evernote ist das man mit allen Notizen zu einen anderen Anbieter wechselt ist das transferieren bzw. das exportieren stark eingeschränkt. Eine ganz besondere art der Kundenbindung. Lediglich in der Desktop-Version ist ein Export im proprietären Enex-Format möglich. Der von Microsoft angebotene Importer für One Note führte bei mir zu kaputten und unbrauchbaren Notizen. Außerdem erscheint es nicht sinnvoll von einer proprietären Anwendung zu einer anderen zu wechseln. Je nachdem was Microsoft mit One Note in Zukunft vorhat kann es schnell passieren das für die Nutzung von One Note auch zur Kasse gebeten wird.

Mit Joplin existiert inzwischen eine brauchbare Alternative zu Evernote. Die Anwendung ist eindeutig von Evernote inspiriert und sieht dem Programm sehr ähnlich. Vor allem ermöglicht sie aber den direkten Import von Evernote-Notizen via Enex-Dateien. Dieser ist zwar auch nicht perfekt (es gehen einige Formatierungen verloren) aber wenigsten möglich. In Joplin speichert seine Notizen und To-Do im Markdown-Format. Es können Bilder eingebettet werden und Notizen in unterschiedlichen Kategorien abgelegt werden. Durch die integrierte Suche ist es einfach möglich seine Notizen wieder zu finden. Es existieren auch Clipboard-Plug-ins für Chrome und Firefox die es ermöglichen komplette Websites als Notiz zu speichern. Notizen werden auch in Markdown geschrieben. Es existiert kein WYSIWYG-Texteditor. Da es sich bei Joplin um eine kostenlose Open-Source Anwendungen handelt muss man sich selbst um die Speicherung seiner Notizen kümmern. Dafür können unterschiedliche Cloud-Dienste wie Nextcloud, Dropbox oder OneDrive verwendet werden. Durch die Nutzung von NextCloud oder WebDav kann man seine Notizen auch komplett selbst verwalten. Joplin erstellt beim gewählten Cloud-Service einen Ordner den es zur Synchronisierung zwischen mehreren Geräten nutzt. Natürlich kann Joplin auch komplett offline genutzt werden. Joplin hat Anwendungen für Windows, MacOS, Linux, Android und IOS. Für Anwender die bereits über einen bezahlten oder selbstgehosteten Sync-Dienst verfügen ist Joplin eine gute alternative zu Evernote, One Note und Google Notizen auch wenn es nicht mit deren ausgefeilten Design und Funktionsumfang mithalten kann.

Pkg – Node.js Kommandozeilenprogramme einfach verteilen

Lange war es umständlich ein in Node.js geschriebenes Script an nicht Node.js-Entwickler weiterzugeben, da auf dem System des Nutzers eine Node.js-Runtime vorhanden sein musste. Das ist außerhalb des Node.js Umfelds fast nie der Fall. Selbst unter Linux gehört Node.js nicht zur Standartinstallation. Mit dem Pkg-Tool von "Zeit" ist es aber inzwischen ein leichtes Scripte als ausführbare Programme zu packen.

Die Installation von Pkg ist mit einem Befehl erledigt.

npm install -g pkg

Danach kann ein beliebiges Node.js-Script über das Kommando:

pkg <filename>.js 

in ein Executable gepackt werden. Beim ersten verwenden von Pkg lädt das Tool automatisch die benötigen Node.js-Runtimes herunter:

$ pkg index.js
> pkg@4.4.9
> Targets not specified. Assuming:
  node12-linux-x64, node12-macos-x64, node12-win-x64
> Fetching base Node.js binaries to PKG_CACHE_PATH
  fetched-v12.18.1-linux-x64   [====================] 100%
  fetched-v12.18.1-win-x64     [====================] 100%
  fetched-v12.18.1-macos-x64   [====================] 100%

Bei einem erneuten Aufruf werden automatisch gecachte Node.js-Runtimes verwendet so das das Paketieren viel schneller durchgeführt wird. Ohne Angabe von Parametern werden automatisch Executables für Windows, MacOS und Linux erstellt. Über zusätzlichen Parameter kann genau spezifiziert werden welche Node.js-Version verwendet und für welche Systeme ein Executable erstellt werden soll. Leider sind die erstellten Executables sehr groß. Für die Version 12 von Node.js bei einem einfachen "Hello World"-Programm mit ca. 40 MB zu rechnen. Durch einfaches zippen kann die Größe auf ca. 12 MB reduziert werden. Die Großen Executables sind der Funktionsweise von Pkg geschuldet: Scripte werden mit einer Runtime zusammen in eine Executable gepackt und nicht etwa kompiliert. Dies ist bei interpretierten Scriptsprachen nicht vorgesehen. Dennoch ist Pkg ein interessantes Tool wenn man mal schnell ein "kleines" Script weitergeben möchte.

LÖVE - Eine Open-Source 2D Lua-Game-Engine

Bei LÖVE oft auch Löve2d oder Love genannt handelt es sich um eine rudimentäre 2D-Game-Engine. LÖVE bringt seine eigene LUA Runtime mit und ermöglicht das Entwickeln unter Windows, MacOS, und Linux. Es existiert auch eine Runtime für Android. Die Installation unter Windows gestaltet sich durch eine Installer sehr einfach. LÖVE Spiele werden wie auch in PICO-8 mit LUA entwickelt, wobei LÖVE aber keinerlei Tools bereit stellt. Für die Entwicklung wird also ein separater Editor/IDE benötigt. Grafiken und Sounds müssen ebenfalls extern erstellt werden. Alle Game-Ressourcen werden einfach in einem Ordner abgelegt. Die einzige Bedingung von LÖVE ist das der Ordner eine main.lua enthält welche als Startpunkt für die Game-Engine dient. LÖVE stellt Grafik, Sound und Eingabe-Funktionen bereit. Es existieren zahlreiche Libraries für LÖVE, leider sind viele nicht mehr kompatibel mit der aktuellsten Version und wurden schon seit Jahren nicht mehr geupdatet. Wenn man mehrerer Libraries verwendet entsteht schnell ein durcheinander, da es anscheinend keine Standards für die Installation gibt, legt jede nicht native Lua-Erweiterung seine DLLs in einem anderen Ordner ab. Einige wenige LÖVE-Libraries können schon über Luarocks installiert werden, hoffentlich vereinfacht sich die Installation in der Zukunft. LÖVE Spiele können in *.love Dateien gepackt werden um sie zu teilen. Dabei handelt es sich lediglich um umbenannte Zip-Dateien. Leider funktionieren viele der LÖVE-Libraries nach dem Packen nicht mehr. Es ist zwar ebenfalls über Umwege möglich eine Executable zu erstellen, diese Plagen aber die selben Probleme wie die Love-Dateien, externe Libraries werden nicht mehr gefunden. Wegen dieser Probleme und des begrenzten Funktionsumfangs von LÖVE bieten sich andere Game-Engine an wenn man nicht alles von Grund auf selbst implementieren will.

LÖVE kann unter love2d.org heruntergeladen werden.