Dialog mit apt-cyg unter Cygwin installieren

apt-cyg ist ein Kommandozeilen-Paketmanager für Cygwin, mit dem man Pakete bequem über die Eingabeaufforderung installieren kann, ohne jedes Mal den grafischen Setup-Dialog neu starten zu müssen. Er löst das Problem der umständlichen Nachinstallation, indem er ein apt-ähnliches Interface für die Cygwin-Paketverwaltung bereitstellt.

dialog ist ein Kommandozeilen-Tool zur Erstellung von textbasierten Dialogboxen (wie Eingabefelder, Menüs, Ja/Nein-Abfragen etc.), das auch unter Cygwin auf Windows verfügbar ist. Es ermöglicht es, relativ einfach grafische Benutzeroberflächen für Shell-Skripte zu erstellen.

Möchte man dialog unter Cygwin mit apt-cyg installieren, benötigt man mindestens diese beiden Pakete dialog libdialog15 installieren:

apt-cyg install dialog libdialog15

Ohne das Paket libdialog15 erhält man folgende Fehlermeldung:

dialog.exe: error while loading shared libraries: cygdialog-15.dll: cannot open shared object file: No such file or directory

Warum libdialog15 keine automatische Abhängigkeit von dialog ist, bleibt schleierhaft.

Starship - Ein plattformübergreifende Prompt für Linux, Windows und macOs

Starship ist ein Prompt-Renderer, der einen schnellen, anpassbaren und einheitlichen Prompt in allen Systemen und Shells bereitstellt.

Die einzigen Voraussetzungen sind eine funktionierende Shell wie Bash, Zsh, Fish oder PowerShell sowie ein Terminal-Emulator. Wer schöne Symbole will, braucht auch noch eine Nerd-Font. Starship selbst ist ein einzelnes, in Rust kompiliertes Binary, das ohne zusätzliche Laufzeitumgebungen auskommt und direkt unter Linux, macOS, Windows Native (PowerShell oder Cmd) und sogar in Umgebungen wie Cygwin oder WSL läuft.

Das Tool ersetzt den Standard-Prompt der Shell durch hochgradig konfigurierbare Ausgaben. Dazu startet es bei jeder neuen Eingabeaufforderung einen sehr schnellen Rendering-Prozess, der den aktuellen Kontext des Verzeichnisses analysiert. Es sammelt relevante Daten wie Git-Status, Versionen oder Befehlsdauer und stellt diese in einer kompakten Zeile dar. Ist der Akku fast leer, wird auch das angezeigt. Die eigentliche Shell bleibt dabei vollständig unberührt und alle Befehle funktionieren wie gewohnt.

Die größte Stärke von Starship ist seine nahtlose Plattformunabhängigkeit. Man erhält auf einem Windows-Rechner in der PowerShell exakt das gleiche, vertraute Erscheinungsbild wie in Bash auf einem Linux-Server. Diese Einheitlichkeit steigert die Produktivität erheblich. Weitere klare Vorteile sind die hohe Geschwindigkeit, die durch Rust garantiert wird, und die intelligente, kontextsensitive Anzeige: Nur was gerade benötigt wird, wie der Git-Branch oder die Node.js-Version, wird auch tatsächlich angezeigt. Ein geniales Detail ist die farbliche Kodierung des Prompts, die sofort visuell anzeigt, ob der letzte Befehl erfolgreich war. Starship ist out of the box einsetzbar, kann aber nach Belieben angepasst werden. Zu erwähnen ist, dass für eine ansprechende Ausgabe eine Nerd-Font benötigt wird, die separat zu installieren ist. Sie stellt Icons für viele Zwecke dar.

Nach der Installation des Windows-Binaries genügt ein Eintrag in der ~/.bashrc, um den Linux-ähnlichen Prompt auch unter Cygwin zu aktivieren:

# Das funktioniert auch in der ~/.bashrc unter Cygwin auf Windows
eval "$(starship init bash)"

Nach dem Neustart der Shell zeigt Starship sofort einen informativen Prompt, der unter anderem den Git-Status, die Python-Version im aktuellen virtuellen Environment und die Ausführungszeit des letzten langen Befehls an – alles im selben Layout wie auf einem Linux-System. Für Entwickler und Administratoren, die regelmäßig zwischen verschiedenen Betriebssystemen wechseln oder einfach Wert auf einen informativen und zuverlässigen Terminal-Prompt legen, ist Starship nahezu perfekt geeignet.

Weitere Informationen, Installationsanleitungen und die umfangreiche Moduldokumentation findet man auf der offiziellen Projektseite

Blockbench - OpenSource Low-Poly-Modelling

Blockbench ist ein auf Low-Poly-Modellierung augelegter 3D-Editor, da er auf Electron setzt, kann er unter Windows, macOS oder Linux ausgeführt werden. Er arbeitet primär mit Quadern, die man rotiert, skaliert und zusammensetzt, was den Prozess im Vergleich zum klassischen Vertex-Modeling vereinfacht. Blockbench bietet einen integrierten Textur-Editor, mit dem man Texturen direkt auf das 3D-Modell malt. Blockbench verfügt auch über einen Animationseditor; Es ist möglich, ein Modell zu riggen und es anschließend mithilfe von Keyframes für Position, Rotation und Skalierung zu animieren.

Der Editor exportiert in diverse 3D-Formate wie OBJ oder GLTF sowie in spezifische Minecraft-Formate. Zu den großen Stärken zählt die extrem flache Lernkurve, die es Einsteigern erlaubt, innerhalb weniger Minuten brauchbare Ergebnisse zu erzielen.

Blockbench ist auf Low-Poly-Modellierung spezialisiert; für organisches High-Poly-Sculpting ist es nicht geeignet.

Da Blockbench über eine integrierte Konsole verfügt und durch Plugins erweiterbar ist, kann man Aufgaben automatisieren.

Weitere Informationen und den Download findet man unter blockbench.net. Für Minecraft-Modder und Indie-Entwickler mit Fokus auf Retro-Ästhetik das Tool ideal.

MiraBox - Ein Chinesischer Stream Deck Klon

Das MiraBox MBOX 293S, häufig auch „Stream Dock“ genannt, ist ein kompaktes, kabelgebundenes Macro-Pad, das funktional an ein „Stream Deck“ erinnert, jedoch mit etwa 35 Euro nur einen Bruchteil kostet. Es verfügt über 15 frei programmierbare LCD-Tasten, hinter denen ein durchgehendes Display verbaut ist. Dadurch können die Tasten beliebige Icons oder Statusanzeigen darstellen.

Im Vergleich zu herkömmlichen Tastaturen oder Maus-Shortcuts bietet ein Gerät dieser Art deutliche Vorteile: visuelles Feedback, eine klare Zuordnung von Aktionen und eine schnell zugängliche Bedienoberfläche. Das macht es besonders für Workflows mit vielen wiederkehrenden Schritten interessant, bei denen Übersicht und Reaktionszeit eine große Rolle spielen.

Elgato brachte mit dem „Stream Deck“ den ersten weit verbreiteten Vertreter dieser Geräteklasse auf den Markt, primär für Streamer, die damit Szenen, Audioquellen oder andere Streaming-Elemente steuern. Die Anforderungen, viele Befehle, schnelle Erreichbarkeit und intuitive Bedienung, gelten aber ebenso für zahlreiche andere Anwendungen, etwa Entwicklungs-, Kreativ- oder Automations-Tools.

Inzwischen existieren sowohl von Elgato als auch von MiraBox zahlreiche Varianten in unterschiedlichen Größen. Teilweise verfügen diese auch über Drehregler, um beispielsweise Lautstärken analog zu regeln.

Jeder Button des MBOX 293S kann mit Shortcuts belegt werden, die über die mitgelieferte Software verwaltet werden. Diese Software lässt sich über Plugins aus einem eigenen App-Store erweitern. Viele Plugins, die ursprünglich für das Elgato Stream Deck entwickelt wurden, sind zudem mit der MiraBox kompatibel. Mithilfe eines Tampermonkey-Scripts lassen sich diese Plugins direkt aus dem offiziellen Elgato-Store herunterladen. Icons und grafische Elemente können meist problemlos übernommen werden. Bei Plugins hängt die tatsächliche Kompatibilität jedoch von der jeweiligen Implementierung ab.

Der Shop und die offizielle Software unterstützen nur Windows und MacOS. Für die MiraBox 293 (ohne S) existieren bereits Open-Source-Implementierungen, die unter Linux funktionieren. Auch gibt es bereits ein Linux StreamDock SDK, das allerdings keine Plugins unterstützt, sondern nur die direkte Kommunikation. Wahrscheinlich wird es aber bald erste Implementierungen eines Pluginsystems auch für Linux geben.

Einer der nächsten Artikel wird sich mit der Pluginentwicklung beschäftigen. Auch wenn die Hardware gut und preiswert ist, so ist vor allem die Dokumentation auf Englisch dürftig. Es gibt zwar ein großes Forum, allerdings ist dieses hauptsächlich in Chinesisch.

Zusammengefasst kann man sagen, dass es sich bei der MiraBox um ein interessantes Produkt handelt. Vor allem durch den Preis wird es für eine größere Zielgruppe interessant.

Mit dem Ulanzi D200 U-Studio gibt es ein weiteres ähnliches Gerät, das bereits ausführlich auf HACKADAY analysiert wurde.

Kooha - Simpler Screen Recorder für Linux

Wichtiger Hinweis: Kooha benötigt zwingend PipeWire, falls eure Distribution dieses noch nicht nutzt, könnt ihr Kooha leider nicht verwenden.

Wer unter Linux den Bildschirm aufnehmen möchte, steht oft vor einer Herausforderung. Im Gegensatz zu Simple Screen Recorder der das Simple nur im Namen trägt. Ist das Design von Kooha ist auf einfache Nutzbarkeit ausgelegt. Er eignet sich besonders, um Ausschnitte des Screens als Animation oder kurzes Video zu speichern.

Die Hauptfunktionen sind schnell zugänglich:

  • Audiomitschnitt:
    Mikrofon, Systemaudio oder beides gleichzeitig.
  • Vielseitige Formate:
    Aufnahmen in WebM, MP4, GIF oder Matroska.
  • Flexible Aufnahmebereiche:
    Gesamter Bildschirm, ein bestimmter Bereich oder ein Fenster.

Kooha ist ein gelungener Rekorder, der sich auf das Wesentliche konzentriert und eine Lücke im Linux-Ökosystem, besonders für Wayland-Nutzer, schließt.

Microsoft Edit - Terminal Editor von Microsoft

Microsoft hat mit Edit einen neuen, quelloffenen Texteditor für die Kommandozeile veröffentlicht, der sich auch mit der Maus bedienen lässt. Damit deckt Microsoft nun das gesamte Spektrum von der IDE über den Code-Editor bis hin zum Terminal-Editor ab.

Im Gegensatz zu rein tastaturzentrierten Editoren wie Vim oder Emacs können Nutzer mit der Maus navigieren, Text auswählen und scrollen. Dies macht Edit besonders für Einsteiger attraktiv, die mit den klassischen Terminal-Editoren noch nicht vertraut sind.

Edit positioniert sich mit seiner Mausunterstützung und der an VS Code angelehnten Bedienung als zugängliche Alternative zwischen Nano und den mächtigen, aber komplexen Editoren Vim und Emacs. Er erinnert an edit.com, der unter DOS Verwendung fand. Allerdings bietet selbst Nano derzeit noch einige Funktionen, die in Edit fehlen, wie z.B. Syntax-Highlighting für verschiedene Programmiersprachen.

Microsofts neuer Editor Edit wird primär für Windows-Systeme entwickelt und wird zukünftig direkt in Windows 11 integriert werden. Für Linux und macOS kann man Edit über die Github-Seite herunterladen.

PixiEditor: Ein universeller 2D-Editor

PixiEditor hat sich von einem reinen Pixel-Art-Editor zu einem universellen 2D-Grafikeditor entwickelt, der eine All-in-One-Lösung für nahezu alle 2D-Grafikanforderungen sein will, von Pixel-Art über Vektoren bis hin zu Animationen. Was ihn besonders macht, ist die einzigartige Kombination verschiedener Werkzeuge und eines mächtigen Node-Graph-Systems. Die Anwendung ist in C# mit dem .NET-Framework entwickelt. PixiEditor steht unter der LGPL 3.0-Lizenz. Die Software ist frei und quelloffen

Eine leistungsstarke Brush Engine fehlt momentan. Die Brush Engine ist ein wichtiger Meilenstein auf der Roadmap, von PixiEditor und ist nach Feedback zur Version 2.0 nun für Ende 2025 angekündigt.

Features:

  • Universal-Editor
    Ein Tool für Pixel-Art, Malerei, Vektorgrafiken, Bildbearbeitung und prozedurale Grafiken.

  • Werkzeugsets
    Umschaltbare Werkzeugsets für Pixel-Art, Malerei (weiche Pinsel) und Vektoren.

  • Node-Graph
    Ein mächtiges System für nicht-destruktives Arbeiten, prozedurale Effekte, Animationen und eigene Shader.

  • Animation
    Ermöglicht Frame-by-Frame-Animationen und prozedurale Animationen via Node-Graph; Export als GIF, MP4 oder Spritesheet.

PixiEditor ist besonders für die Spieleentwicklung prädestiniert, da er durch seine Kombination aus spezialisierten Werkzeugen und prozeduralen Möglichkeiten einen kompletten Workflow für 2D-Game-Assets in einem einzigen, kostenlosen Tool vereint. Der einzigartige Node-Graph eröffnet zudem die Möglichkeit, komplexe visuelle Effekte (VFX) und non-destruktive, prozedurale Texturen zu generieren.

PixiEditor ist kostenlos und plattformübergreifend für Windows, Linux und macOS verfügbar.

Bruno - eine schlanke Open-Source-Alternative zu Postman

Die meisten Entwickler kennen Postman als das Standard-Tool für API-Tests und Dokumentation. Doch seit einiger Zeit macht ein neues Tool namens Bruno auf sich aufmerksam. Die Open-Source-Anwendung verfolgt einen anderen Ansatz: einfacher, leichter und vollständig lokal. Für viele Projekte reicht das völlig aus und bringt sogar Vorteile mit sich.

Bruno ist ein API-Client, der mit dem Ziel entwickelt wurde, APIs wie "Code" zu behandeln. Statt auf eine zentrale Datenbank oder Cloud-Anbindung zu setzen, speichert Bruno API-Collections einfach als YAML-Dateien im Projektverzeichnis. Die Struktur ist transparent, git-freundlich und portabel.

Die Anwendung selbst ist minimalistisch gehalten, schnell gestartet und benötigt keine Registrierung oder Cloud-Zugang. Besonders in Git-basierten Projekten ist Bruno eine angenehme Alternative zu komplexeren Tools.

Bruno ist besonders dann interessant, wenn man:

  • API-Tests direkt im Projekt mit versionieren möchte,
  • Ein Tool sucht, das ohne Registrierung oder Cloud-Zwang auskommt
  • In automatisierten oder CLI-basierten Workflows arbeitet (z. B. über GitHub Actions)

Die Bedienung ist unkompliziert, die gesicherten Requests lassen sich einfach über Git mit dem Team teilen, wie man es von Code-Dateien kennt.

Postmann ist nach wie vor ein leistungsstarkes Werkzeug für Teams mit hohen Ansprüchen an Features, Cloud-Synchronisation und Testautomatisierung. Wer jedoch ein leichtgewichtiges, kostenloses und Git-kompatibles Tool sucht, sollte sich Bruno genauer ansehen.

Windows neu aufsetzen mit Winget: Sauber starten beim Umstieg auf Windows 11

Der Umstieg von Windows 10 auf Windows 11 ist für viele Nutzer, ein guter Anlass, das System komplett neu aufzusetzen. Eine frische Installation sorgt für weniger Probleme und geringere Altlasten.

Doch nach der Neuinstallation beginnt oft der lästige Teil: Alle Programme müssen wieder installiert werden. Hier kann der Windows-Package-Manager namens Winget helfen, er ist ein leistungsstarker Kommandozeilen-Paket-Manager, der die Installation von Software unter Windows vereinfacht. Linux kennt solche Tools schon seit Jahrzehnten, jetzt zieht Microsoft nach.

Vorteile von Winget bei einer Neuinstallation

  • Programme lassen sich automatisch und in einem Rutsch installieren
  • Es wird stets die aktuellste Version direkt von der Quelle bezogen
  • Kein mühsames Herunterladen oder Durchklicken durch Installationsassistenten

Winget kann auch ohne Administratorrechte verwendet werden. Allerdings erscheint dann bei jeder Programminstallation ein Bestätigungsdialog, der manuell bestätigt werden muss, besonders bei mehreren Programmen ist das mühsam.

Um den Einstieg noch einfacher zu machen, gibt es unter winget.ragerworks.com ein praktische Webseite. Dort findet man eine durchsuchbare Liste aller per Winget installierbaren Programme und kann diese bequem per Mausklick zu einer eigenen Kollektion zusammenstellen.

Diese Kollektion können online gespeichert und/oder als Install-Script für Winget heruntergeladen werden. Das ist ideal, um das persönliche Setup bei zukünftigen Neuinstallationen schnell wiederherzustellen und hilft auch beim schnellen Einrichten von neuen PCs für Familie und Freunde.

Giphy GIFs mit einem Klick herunterladen

Giphy ist eine der beliebtesten Plattformen für animierte GIFs, doch das direkte Herunterladen eines GIFs ist nich mehr möglich. Mein neues Tempermonkey Script namens "Download Gif Button for GIPHY" löst dieses Problem: Es fügt eine Download-Option direkt im Share-Menü hinzu, sodass man GIFs mit nur einem Klick speichern kann.

Mehr dazu hier